Glaubenssaetze aendern - Mann hat einen Film im Kopf
Glaubenssaetze aendern – wenn immer wieder der gleiche Film abläuft

„Ob Du glaubst, Du schaffst es oder ob Du glaubst, Du schaffst es nicht, Du hast auf jeden Fall Recht.“

Henry Ford

Glaubenssätze ändern – was genau sind Glaubenssätze?

Secret wiki sagt dazu Folgendes:

“Glaubenssätze sind Gedanken, die tief in Deinem Geist verankert sind und somit für Dich wahr sind. Sie werden wieder und wieder gedacht. Oftmals sind Dir Deine Glaubenssätze gar nicht bewusst, da sie Dir unbewusst durch Erziehung und Erfahrungen eingeprägt wurden.”

Zitat Ende, Link am Ende der Seite

 

Glaubenssätze sind dafür verantwortlich, wie Du Dein Umfeld bewertest und auf Ereignisse reagierst. Gemäß Deiner Glaubenssätze nimmst Du die Wirklichkeit wahr.

Diese Wahrnehmung kann in den Augen anderer natürlich befremdlich oder wenig sinnvoll wirken. Können daraus doch Dogmen und unumstößliche Vorstellungen werden.

 

 

Innere Wahrheiten, tief in Dir verborgen

 

Kennst Du das? Es gibt, tief in Dir verborgen, “Wahrheiten” von denen Du fest überzeugt bist. Du bist so fest davon überzeugt, dass diese Wahrheiten Dein Denken, Fühlen und Handeln praktisch komplett steuern. Ein paar Beispiele gefällig?

    • Geld verdirbt den Charakter
    • Frauen können nicht Autofahren
    • Andere wollen immer nur dein Bestes – dein Geld
    • Ich kann nicht vor einer Gruppe sprechen
    • Handwerklich bin ich einfach ungeschickt
    • Das schaffe ich niemals

 

Negative Glaubenssätze – woher kommen diese und wie sind sie entstanden?

 

Jeder Mensch macht in seinem Leben bestimmte Erfahrungen.

Es gibt einfach die unterschiedlichsten Erlebnisse aus vergangenen Tagen. Aus diesen leiten sich bestimmte Überzeugungen oder Meinungen ab. 

Eine Gemeinsamkeit bei vielen Glaubenssätze ist es, dass eine Sache, ein Thema oftmals verallgemeinert wird. Diese wird dann gern so dargestellt als wäre sie eine in Stein gemeißelte Wahrheit.

Doch nimmt man sich einzelne Glaubenssätze mal genauer vor, so stellt man fest, Differenzierung macht durchaus Sinn.

Nehmen wir das Beispiel – handwerklich bin ich einfach ungeschickt … das mag stimmen insofern, dass Du vielleicht nicht in der Lage bist, eine komplizierte Bastelarbeit fertig zu stellen wie Du es Dir wünschen würdest.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Du beispielsweise nicht in der Lage wärst Kartoffeln zu schälen. Oder eine Pflanze umzutopfen. Oder ein Bild aufzuhängen. Dein Auto zu reparieren.

Manchmal befindet man sich aber in einem Gedankengebäude, aus dem man so ohne Weiteres den Ausgang nicht findet.

 

Was glaubst Du denn so?

 

Wenn Du mal Dein Leben betrachtest, welcher Glaube ist dabei unverrückbar?

Glaubst Du, dass Du Glück verdient hast, einfach so? Oder denkst Du eher, dass Du hart dafür arbeiten musst?

Hart arbeiten, denn berufliche Arbeit darf keinen Spaß bereiten?

Arbeit, die Spaß macht, ist nichts wert? Oder aber wenn sie Spaß macht – ist sie dann eher ein Hobby?

Ich weiß, das alles sind Fragen, mit denen man sich im Alltag meistens nicht befasst.

Aber bevor Du Deinen Glauben über Dich selbst, Deine Wahrnehmungsfilter bearbeiten kannst, musst Du sie zunächst einmal erkennen.

Glaubenssaetze aendern im Kopf

 

Haben Glaubenssysteme einen Sinn?

 

Es gibt viele negative Glaubenssätze, ganze Gedankengebäude, wie oben beschrieben.

Darüber hinaus aber natürlich auch viele eher positive Gedankenansätze.

Manche, die durchaus Sinn stiftend sein können. Sei es nun in politischen Parteien, in denen man gemeinsame Grundsätze über das Miteinander in der Gesellschaft vereinbart.

Oder – der Klassiker – Glaubenssätze in den Glaubensgemeinschaften.

Viele Gläubige sind von ihren Vorstellungen und religiösen Vorgaben zutiefst und unumstößlich überzeugt.

Andere sind komplett ohne diese meist früh geprägten Einstellungen aufgewachsen.

Diese vom eigenen Glauben zu überzeugen, ist in den meisten Fällen vermutlich ein sinnloses Unterfangen.

Es fehlt dann einfach das Inventar an gemeinsamen Überzeugungen.



Glaubenssätze können Halt geben im Leben

 

Vielen Menschen geben Glaubenssätze einen gewissen Halt im Leben.

Vielleicht sogar ein Gefühl von Sicherheit. Sie sorgen dafür, dass man über viele Dinge nicht mehr nachdenken muss.

Man schützt sich vor Enttäuschungen. Wie kommt es aber nun, dass oft das ganze Gegenteil passiert und man immer und immer wieder enttäuscht wird, immer und immer wieder den gleichen Schmerz erlebt?

Kann es sein, dass man durch seine Erwartungshaltung genau wieder die Situationen in sein Leben zieht, durch die sich ein negativer Glaubenssatz bestätigt?

 

Beispiele aus dem Leben

 

Eva ist zutiefst davon überzeugt, dass kein Mann es mit ihr ernst meint.

Das war schon immer so.

Eva könnte eine lange Liste mit Namen von Männern aufführen, die dieses immer wieder bestätigen.

Wie kommt es nun, dass Eva immer nur solche Männer kennen lernt, die sie dann tatsächlich auch, wie erwartet, schlecht behandeln?

Michael arbeitet schon seit 25 Jahren im selben Unternehmen.

Was er schon immer gesagt hat, tritt eines Tages ein – „Wenn eines Tages Personal abgebaut wird, so werde ich einer der Ersten sein die gehen müssen.“

Wenn Michael mit etwas Distanz auf den Verlust seines Arbeitsplatzes schauen würde, so könnte er sehen – von den übrigen 280 Kollegen wurden in der darauffolgenden Woche 270 Kollegen ebenfalls entlassen.

Wäre Michael mit den 270 Kollegen zusammen entlassen worden, hätte er vermutlich gar nicht weiter darüber nachgedacht.

Anja weiß eines ganz genau – wenn ihr das frisch geschmierte Nutellabrötchen aus der Hand fällt, landet dieses ganz selbstverständlich auf der Schokoladenseite.

Wenn nun genau das passiert, dass eben das Brötchen auf die Schokoladenseite fällt, so wird Anja dieses sicherlich nicht vergessen.

Sie hat sich darauf fokussiert und findet eben auch die Bestätigung ihrer Gedanken.

Sollte es einmal anders herum gehen, so wird Anja dieses vielleicht schnell vergessen oder kaum wahrnehmen.

Denn es passt einfach nicht in ihre Erwartungshaltung.

 

Fokussierung – was Du erwartest, das wirst Du auch erleben

 

Wie kommt es nun dazu? Jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens ganz unterschiedliche Phasen durch.

Die stärkste Prägung erfahren wir in den ersten Jahren unseres Lebens.

Geprägt von den Eltern, Lehrern, Freunden und wer uns uns noch so umgibt. Auch die Medien spielen hier eine wichtige Rolle. Seien es nun Bücher, die wir lesen, Filme die wir sehen oder auch die Stimme aus dem Radio.

Oft scheint es so zu sein, dass man sich immer und immer wieder die gleichen Filme im Kopf abruft, die irgendwann mal programmiert wurden: “Du kannst dich einfach nicht konzentrieren” … “wie willst du jemals einen Partner finden, wenn du so… bist?” …

“Wenn du so weiter machst, wird das nie was mit einem passenden Job für dich” … usw… Diese Sätze können zu regelrechten Blockaden werden, hier kannst Du weiter lesen über Blockaden und Glaubenssätze lösen mit Hypnose.

 

Wenn man über das Thema Glaubenssätze liest, so werden meist die negativen Glaubenssätze behandelt. Es gibt jedoch auch die anderen – die positiven Glaubenssätze, die uns im Leben durchaus weiterbringen.

 

 

Positive Glaubenssätze zum Beispiel im Sport

 

Wenn Du beispielsweise im Schulsport schon früh erfolgreich warst, so wird es für Dich im weiteren Leben vermutlich selbstverständlich sein, weitere Sporterfolge zu erzielen.

Ein Kind, welches generell häufig gelobt wurde, wird sich sicherlich leicht tun, immer wieder gute Leistungen abzurufen.

Hat aber beispielsweise Dein Lehrer Dir immer wieder zu verstehen gegeben – Du und Sport – das sind zwei Welten, die aufeinander prallen – dann kann es für Dich eine verdammt schwierige Aufgabe sein, Dich zum Sport zu motivieren.

Kinder, die von den Eltern immer wieder Botschaften hören wie “Das kannst Du nicht”, oder “Du bist so ungeschickt”, entwickeln in vielen Fällen genau diesen Glaubenssatz – ich kann das nicht, ich bin so ungeschickt.

Und dieser kann dann im schlechtesten Fall durch das ganze Leben begleiten.

 

 

Glaubenssaetze aendern – Drei einfache Fragen

 

Sobald ein Glaubenssatz auftaucht, kannst Du Dir beispielsweise diese drei Fragen stellen:

  1. Ist es generell so, dass ich…?
  2. Wenn damals für mich galt, dass… Muss es dann für den Rest meines Lebens gelten?
  3. Woher genau wusste XY, dass ich…?

Diese Fragen kannst Du Dir zunächst einmal selber stellen.

Oder aber auch Deinem Gegenüber, wenn beispielsweise Deine Eltern Dich mit alten Glaubenssätzen über Deine Person konfrontieren.

So könnte Eva sich Beispielsweise fragen – sind denn wirklich alle Männer die ich kennengelernt habe, schlecht zu mir?

Oder habe ich diejenigen die gut zu mir waren, einfach ausgeblendet, weil ich nicht mit ihnen gerechnet habe?

Oft kommen Menschen im Laufe ihres Lebens zu der Überzeugung, nicht liebenswert zu sein.

Die Ursache für diese Gedanken kann darin liegen, dass die Eltern die Schwester oder den Bruder bevorzugt haben.

Von außen betrachtet ist das ganze vielleicht recht einfach zu erkennen – die Eltern haben mit ihrem Verhalten dem Kind schwer gemacht, sich selbst zu akzeptieren.

Oft kommt es dann dazu, dass Betroffene die Gedanken generalisieren. So kommen sie dann immer wieder zu dem Schluss – ich bin nicht liebenswert.

 

 

Wahrnehmungsfilter verdunkeln den Horizont

 

Hinter dem oben genannten Glaubenssatz “Ich bin nicht liebenswert” versteckt sich nicht nur eine übermächtige Generalisierung, nein, der Betroffene schiebt sich auch noch immer wieder selbst die Schuld zu.

Und in der Folge bilden sich oft neue Gesetze. Zum Beispiel: wenn ich schon nicht liebenswert bin, so muss ich doch wenigstens wenigstens…

  • Besonders fleißig sein
  • Mich besonders um andere kümmern
  • Unterhaltsam sein

 

Großzügig nicht nur gegenüber anderen sein

 

An dieser Stelle kommt nun auch noch der Wahrnehmungsfilter ins Spiel.

Der Mensch neigt dazu, alles was die eigenen Glaubenssätze bestätigt, verstärkt wahrzunehmen  (Nutella-Brötchen).

Andere Erlebnisse, die dem Glaubenssatz widersprechen, blendet er einfach aus oder schwächt sie ab.

Am Ende sollte jeder Einzelne in manchen Situationen großzügiger mit sich selber umgehen.

Den ein- oder anderen Gedanken, der einen vielleicht schon Jahrzehnte lang begleitet, einfach mal hinterfragen.

Positive Glaubenssätze, die Dich weiterbringen von den negativen zu unterscheiden lernen.

Negative Glaubenssaetze aendern – Das kann das Leben deutlich erleichtern.

Hier nun noch der oben erwähnte Link:
http://secret-wiki.de/wiki/Glaubenssätze

Portraitbild Uli Mörchen