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Nichtraucherschutz – gibt es hinreichende Nichtraucherschutzregelungen hier in Deutschland? Die meisten Einrichtungen und öffentlichen Gebäude sind mittlerweile rauchfrei, der Verstoß gegen das Verbot eine Ordnungswidrigkeit. Wie ist es andernorts geregelt?

Nichtraucherschutz – Deutschland u weltweit – ein Vergleich

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Rauchverbote im Westen – die Produzenten ziehen weiter

Nachdem es in Deutschland und weiteren westlichen Ländern klare Regelungen zum Nichtraucherschutz gibt, ist die Nikotin Mafia mit ihren Bemühungen weitergezogen in die Dritte Welt. Es ist völlig selbstverständlich, dass dort die meisten Männer, mittlerweile sehr viele Frauen und auch Kinder, qualmen.

Laut aktuellen Zahlen Rauchen in Indonesien über 66% der Männer, die Zahlen steigen weiter an. Die Werbung der Konzerne richtet sich in erster Linie an Jugendliche und Kinder, entsprechend entwickelt sich der Konsum dramatisch nach oben. Die Zahl der Lungenkrebsfälle explodiert, die Gegner des Rauchens haben allerdings keine Lobby in Indonesien.

Nichtraucherschutzgesetz – nicht in Sicht. So hat die Zahl der Raucher seit dem Jahr 2000, damals waren es ca. 56%, bis heute dramatisch weiter zugenommen. 260.000.000 Menschen – das ist ein gigantischer Absatzmarkt und für die Nikotin Fabrikanten der zweitgrößte Markt nach China.

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Nichtraucherschutzgesetz – Verkauf an Kinder erlaubt

Etwas, was es früher auch in Deutschland gab, ist in Indonesien selbstverständlich – Zigaretten werden auch einzeln verkauft. Gerade an Kinder und Jugendliche. Denn die jungen Leute haben nicht das Geld, um eine ganze Schachtel zu kaufen. Man sagt, ärmere Menschen dort investieren mehr Geld in Zigaretten als in Bildung. Mit dem Ergebnis, dass pro Jahr 300 Milliarden! Zigaretten auf den Inseln Indonesiens verkauft werden. Rauchverbot? Ein Gesetz zum Schutz der Kinder? Nicht in Sicht.

Nichtraucherschutz - qualmende Zigarette als Symbolbild
Kinder sind immer die Konsumenten von morgen

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Nichtraucherschutz in Deutschland

Ich kann mich sehr gut erinnern, zum 1. September 2007 trat in Deutschland das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft. In erster Linie ging es darum, Menschen vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen. Ich weiß noch, wie ich damals Ende des Jahres in einer Berliner Kneipe war, in der regelmäßig Konzerte stattfanden.

In früheren Jahren in Berlin, als ich selber noch rauchte, war es für mich völlig normal, diese verqualmte Luft zu ertragen. Erst als Nichtraucher habe ich begriffen, was man sich und anderen damit antut. Und, dass es wohl einen gesetzlichen Schutz braucht.

Und? Wann hörst du auf? Brauchst du Unterstützung? Hier findest du schon mal 12 Tipps …

Als ich dann zum ersten Mal nach dem Rauchverbot bei einem Konzert war, ohne dass dort geraucht wurde, war das irgendwie eine ganz andere Welt. Die Raucher gingen regelmäßig nach draußen, die Luft war relativ klar und irgendwie passte das im ersten Moment gar nicht zur Musik. Der Rauch gehörte früher einfach mit zur Atmosphäre. Die Nichtraucher haben die Gaststätte zurückerobert, sozusagen.

Jahrelang hatte ich mich in Berlin von Veranstaltungen wie diesen ferngehalten, weil ich die dicke Luft einfach nicht mehr ertragen konnte.

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Rauchverbot – Statistiken zum Thema blauer Dunst

Tatsächlich ist Zigarettenkonsum die häufigste, vermeidbare Todesursache. Zumindest in den Industrieländern. Die Statistik geht davon aus, dass Jahr für Jahr zwischen 110 und 140.000 Menschen sterben, an den Folgen des Rauchens. Weltweit über sechs Millionen Menschen.

In Deutschland ist (und bleibt vermutlich) Berlin die Hauptstadt der Raucher, gefolgt von Brandenburg. Auch wenn die Zahlen insgesamt leicht rückläufig sind, gibt es nach wie vor sehr viele Raucher, die einfach nicht aufhören können.

Seit nunmehr fast zwölf Jahren, genauer gesagt seit Januar 2008, gilt in Brandenburg in öffentlichen Gebäuden das Rauchverbot. Das betrifft Schulen, Heime und Krankenhäuser, und viele weitere mehr. Auch in Diskotheken gilt das Verbot, ebenso in den Kneipen. Eine Ausnahme stellen die sogenannten Raucherclubs dar. Zutritt nur für Mitglieder, ab 18 Jahren.

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Rauchverbot Brandenburg und Berlin – Kneipensterben?

Ich weiß noch, dass sehr viele damals davon ausgingen, wenn das Gesetz zum Rauchverbot kommt, wird es bald keine Kneipen mehr geben. Die Kneipenkultur hat sich tatsächlich dramatisch geändert in den letzten 10 bis 15 Jahren, sicherlich auch begünstigt durch die Rauchverbote. Manch Gaststätte von früher ist heute nicht mehr zu finden.

Andererseits denke ich, dass junge Menschen Leute einfach andere Interessen haben, sich mehr in der Online-Welt bewegen und begegnen statt in der Kneipe zu verkehren. Vermutlich sitzt auch einfach das Geld nicht mehr so locker wie früher, so kommt im Endeffekt eines zum anderen. Mancher Raucher wird wehmütig an die Zeiten zurückdenken, andere eher aufatmen, weil auch sie nun endlich in Cafés, Restaurants und in der ein oder anderen Gaststätte problemlos verkehren können und Schutz vor verqualmter Luft haben.

Leicht gelockert wurde der Nichtraucherschutz, seitdem in Betrieben der Gastronomie geraucht werden darf, wenn die Fläche des Gastraumes kleiner als 75 Quadratmeter ist. Und es gibt eben dort keinen abgetrennten Nebenraum, den man als Raucherraum deklarieren könnte.

Speisen dürfen in diesen Räumlichkeiten nicht angeboten werden.

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Schutz durch Rauchverbot – Ausnahmeregelungen

Weitere Ausnahmeregelungen gelten für das Rauchverbot gelten für Hotels, Gaststätten und ähnliches, die einen abgetrennten Raucherraum aufweisen. In diesem darf dann geraucht werden. Auch in Diskotheken darf ein abgetrennter Raucherraum eingerichtet werden.

Wie hast du die Zeit der Umstellung durch das Nichtraucherschutzgesetz wahrgenommen? Schreibs in den Kommentar, ich bin gespannt auf deine Gedanken.

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Hier die erwähnte Wikipedia Seite:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Zigarettenkonsum

Hier noch ein Link zum Nichtraucherschutzgesetz:

https://www.gesetze-im-internet.de/bnichtrschg

Die Seite Statista findest du hier:

https://de.statista.com/themen/150/rauchen/

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