Vielleicht hast du auch schon mal davon gelesen – auf vielen Seiten wird empfohlen, ein Rauchertagebuch zu führen. Wenn du dich fragst, was es damit auf sich hat – hier findest du einige Informationen dazu.

Rauchertagebuch oder Nichtrauchertagebuch – was denn nun?

Ich empfehle manchmal, ein Rauchertagebuch zu führen, bevor du aufhörst zu rauchen. In der Vorbereitung ist es sinnvoll, dir einmal über ein paar Tage hinweg, vielleicht sogar eine Woche lang, jede einzelne Zigarette zu notieren, die du rauchst.

Sinnvoll ist es, die Uhrzeit zu notieren, natürlich auch den Wochentag, und die Frage nach der Situation.

Rauchertagebuch - einsamer Raucher im Regen
Hat dir die Zigarette wirklich schon mal geholfen, Z.B. in Bezug auf Einsamkeit?

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Wie ist es dir in diesen Situationen ergangen?

In welcher Situation erschien es dir fast unmöglich, auf die Zigarette zu verzichten?
Wie war deine Stimmung, in dieser Situation? Welches Gefühl hat sich möglicherweise dahinter versteckt?

Hast du dich z.B.

  • Einsam
  • Gelangweilt
  • Traurig

gefühlt?

Wolltest du vielleicht eine innere Leere füllen? Oder dich belohnen, für geleistete Arbeit? Oder wolltest du eine Arbeit oder eine Aufgabe aufschieben? War dein Ziel mit der Zigarette, einem Konflikt, z.B. mit einem Kollegen, aus dem Weg zu gehen?

Viele Raucher, mit denen ich mich unterhalte, sind der Meinung – Rauchen habe ich mir angewöhnt, es ist halt eine schlechte Angewohnheit und mehr nicht.

Für manche Menschen stimmt dieses auch in etwa so.

Für viele verhält es sich aber ganz anders – wir werden in unserem Leben maßgeblich durch Gefühle gesteuert. Gefühle können uns motivieren oder eben auch das ganze Gegenteil bewirken, uns komplett ausbremsen.

Genau deshalb finde ich es so wichtig, auf deine Gefühle und Emotionen in Bezug auf die Raucherei zu kennen und zu beachten.

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Ich muss rauchen – meine Stimmung dabei

Und dann noch, ganz wichtig, wie wichtig war diese Zigarette für dich, wenn du den ganzen Tag einmal betrachtest? Auf einer Skala von 1 bis 10 – wobei 1 weniger wichtig ist und zehn absolut wichtig. Trage dir diesen Wert also ein in dein Tagebuch.

Einerseits kann so ein geführtes Rauchertagebuch eine Menge Aufschluss geben über das eigene Verhalten. Andererseits macht es einem Raucher endlich mal bewusst – wie viel Zeit verbringst du mit dem Rauchen?

Wie oft rauchst du, ohne darüber nachzudenken? Was sind die Gründe, die wirklich dahinter stehen?

Würdest du durch eine Raucherentwöhnung wieder zum Nichtraucher – wie würde das am Ende auch deiner Gesundheit helfen?

All das sind Fragen, die man sich sonst im Alltag eher selten stellt, nicht wahr?

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Was genau ist ein Nichtrauchertagebuch?

In einem Nichtrauchertagebuch geht es darum, ganz andere Dinge zu notieren und damit am Ende sich selbst zu schützen. Es hat schon sehr vielen Klienten geholfen, tatsächlich clean zu bleiben. Wenn es dich interessiert…

Klicke auf das Bild und finde es heraus…

Rauchertagebuch - aufgeschlagenes Buch in dem geschrieben wird


Wenn du meine Beiträge schon öfter gelesen hast, hier oder auch in meiner Gruppe ”Rauchzeichen” bei Facebook, dann weißt du, dass ich ein Freund der guten Vorbereitung bin. Ganz zu Anfang, bevor du überhaupt los startest mit deinem Rauchertagebuch, solltest du dir einmal darüber klar werden – was für ein Rauchertyp bin ich denn eigentlich? Genau dieses kannst du hier herausfinden – die unterschiedlichen Rauchertypen

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Rauchertagebuch als App – Tipps dazu im Blog

Selbstverständlich gibt es mittlerweile auch Apps, die bei diesen täglichen Aufgaben unterstützen. Ich finde es allerdings nicht schlecht, wenn man tatsächlich einen handschriftlichen Zettel bei sich trägt. Das ist aber etwas Geschmackssache, was für den Einzelnen besser passt.

Apps zum Aufhören gibt es mittlerweile schon reichlich, sicherlich auch in Kombination mit einem Rauchertagebuch. Eine App mit diesem Zweck habe ich mir einmal angesehen.

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Eigenschaften der App

Man bekommt einen kurzen Tagesüberblick, die vergangene Zeit seit dem letzten Rauchen und der Anzahl der gerauchten Zigaretten wird angezeigt.

Ein schnelles Hinzufügen von gerauchten Zigaretten ist möglich, ohne dafür extra die App starten zu müssen.

Angezeigt wird natürlich auch dein Rauchverlauf, also die Zahl der Zigaretten, die du über den Tag geraucht hast.

Da ich selber seit Jahren Nichtraucher bin, habe ich die App jetzt nicht im Detail getestet. Leider kannst du bei der App selber keine Notizen anlegen.

Es spricht am Ende ja nichts dagegen, beides für sich zu nutzen – das handschriftliche Tagebuch und nebenbei eben auch die App auf dem Handy, für zusätzliche Motivation.

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Brauchst du Unterstützung für die erste Zeit?

Raucherentwöhnung – 12 Tipps für einen guten Start

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Auf dem Weg zum Nichtraucher, wenn du endlich das Rauchen aufgeben willst, gibt es ja sehr viele Möglichkeiten, diesen Weg auch tatsächlich erfolgreich zu Ende zu gehen. Viele machen dieses ganz für sich allein, andere lassen sich gerne helfen, sei es durch Hypnose, Seminare oder was auch immer.

Endlich aufzuhören, dem Raucher Leben Adieu zu sagen, das ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben gewesen. Denn am Ende gibt es ein Gut, welches dir keiner zurückbringt, wenn es erstmal weg ist – deine Gesundheit.

In meinem Blog findest du laufend neue Beiträge, zum Thema Raucherentwöhnung, Rauchstopp, Tipps zum Aufhören. Für den Fall, dass du nicht so gerne liest, sondern lieber zuhörst – unter diesem Link findest du auch meinen Podcast.

Apropos Blog – auch über das Thema “Apps” kannst du hier einiges lesen.

Mal angenommen, so ein Rauchertagebuch würde dir wirklich dabei helfen, echte Fortschritte beim Aufhören zu machen, wärest du bereit, Tag für Tag dieses zu nutzen, handschriftlich oder als App?

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

2 Kommentare zu „Rauchertagebuch – auch als App – deine Gesundheit wirds dir danken

  • 4. Januar 2020 um 23:50
    Permalink

    Kann recht hilfreich sein zumindest kurz vor dem geplanten Rauchstopp
    Man sieht wann und wie oft man raucht und warum
    Man erkennt auch die ganz regelmässigen z.B. die berüchtigte 1. am Morgen, beim telefonieren oder nach dem Essen.
    und auch wie viele im Stress und wie viele aus Langeweile.
    Dann kann man sich schon mal Gegenstrategien überlegen.
    Wie später aufstehen, Stress Ball und Beschäftigung ( vor allem für die Hände ) ich hab Strickzeug, Stickzeug, Rätselheft, Malen nach Zahlen, Puzzle und ein Modell Auto zum basteln besorgt
    und für die so genannte Wartezeitzigarette sogar eine Strickliesel
    Eventuell kann man vor dem Rauchstopp schon mal Üben und 2 oder 3 der so besonders wichtigen Zigaretten weglassen. Zum Beispiel die 1. Morgens zunächst erst nach 20 Minuten dann nach 30 oder 40 Minuten rauchen und schonmal ohne telefonieren. Dann fällt der Verzicht auf die schon mal viel leichter.
    Also ich würde zum Rauchertagebuch raten.

    Antworten
    • 26. Januar 2020 um 10:15
      Permalink

      Hallo Patricia,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Zigaretten aufschieben, das ist eine Strategie, die für viele schon gut funktioniert hat. Ich wünsche dir die besten Erfolge weiterhin!

      Antworten

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