Atmest Du schon - oder qualmst Du noch?

Die allermeisten Raucher, die ich kenne, möchten am liebsten eines - mit dem Rauchen aufhören. Einige Raucher geben dieses nicht zu, und einige wenige sind vermutlich wirklich gerne Raucher.

Um an der Gewohnheit des Rauchens etwas zu ändern, ist es sicherlich ungemein hilfreich, zunächst die Struktur des Rauchens zu verstehen. Zu begreifen - warum, wenn ich doch weiß was alles mit dem Rauchen verbunden ist, ich es dennoch nicht so ohne weiteres schaffe, damit Schluss zu machen.

Dabei ist es aus meiner Erfahrung nicht so sinnvoll, gegen sich selber anzukämpfen. Sich selber zu verurteilen oder aber schlecht über sich selber zu denken. Viele Raucher schaffen es wohl, herauszufinden, warum sie seinerzeit mit dem Rauchen angefangen haben.

Jedoch - den Teufelskreis zu durchschauen, in dem sich der Raucher befindet, der keinen Weg da heraus findet, das gestaltet sich schon etwas schwieriger. Und genau um diesen Punkt soll es in diesem Blogbeitrag gehen.

Hast Du diesen Teufelskreis bereits hinter Dir gelassen? Wenn nicht - was sind die größten Hindernisse für Dich? Ich bin gespannt auf Deinen Kommentar.

Raucherentwöhnung Brandenburg - der Teufelskreis

Raucher im Krankenhaus - rauchen aufhören nicht in Sicht

Wenn man in den Krankenhäusern auf den Stationen für Gefäß- und Lungenchirurgie unterwegs ist, so stellt man fest, dass deutlich mehr als 80% der Patienten Raucher sind. Da werden dann Raucherbeine amputiert, Lungenflügel entfernt, die vom Krebs zerstört sind. Ohne die Raucher könnten diese Stationen vermutlich geschlossen werden.

Einem meiner Klienten hat man auf einer solchen Station tatsächlich geraten, er möge doch das Rauchen beibehalten. Er war aber eigentlich am überlegen, das Rauchen aufzugeben. Man sagte ihm dann an der Stelle, “unserer Abteilung lebt von Menschen wie dir!” Da darf man mal einen Moment drüber nachdenken...

Die Zimmer der Patienten sind oft leer, denn diese verbringen sehr viel Zeit des Tages bei den Aschenbechern in den Fluren und rauchen, oft genug mit zittrigen Fingern, ihre Zigaretten. In vielen Fällen deutlich mehr Zigaretten als jemals zuvor. Menschen in Rollstühlen, mit Raucherbeinen, Lungenkrebs und anderen Krankheiten. 

Man könnte sich fragen ... wollen diese Menschen sich zu Tode rauchen? Denn ein Großteil der Menschen, die dauerhaft rauchen, werden voraussichtlich daran sterben. Das heißt, ihr Leben ohne Not verkürzen. Da braucht man nicht sehr lange zu überlegen - das ist einfach der absolute Wahnsinn!

Warum das so ist, und warum es so schwer scheint, dieses irrationale Verhalten zu beenden, dazu später mehr.

 

Rauchen aufhören Zigarettenkippen

Raucher bleiben - wie kann man sich nun ein solches Verhalten erklären?

Im Unterbewusstsein dieser Raucher gibt es eine Verknüpfung zwischen - Stress, emotionalem Schmerz, Einsamkeit, Langeweile oder andere Emotionen, die mit dem empfundenen Rauchbedürfnis verbunden sind.

Dummerweise kann das Unterbewusstsein nicht unterscheiden, was genau die Ursachen für den Stress ist. Denn für eine derartige Unterscheidung ist der Verstand zuständig.

Das heißt, das Unbewusste nimmt einfach nur eine Emotion wahr und erzeugt die entsprechende Reaktion. Das kann dann eben z.B. ein Rauchbedürfnis sein.

 

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Rauchen aufhören Brandenburg Termin buchen buttonGrüne Trennlinie Text Ende

Raucherentwöhnung Erfahrungen und - Erfahrungen aus dem Kinosaal - irrational!

Beinahe jeder von uns war schon einmal im Kino. Dort findet man immer wieder Menschen, die weinen, wenn sie bestimmte Situationen im Film erleben... Aber es ist nur ein Kinofilm!

Stell dir vor, du sitzt in so einem Kino und neben dir sitzt ein Mensch, der betrachtet Bilder auf einer Leinwand. Im Endeffekt handelt es sich um Lichtreflektionen, die irgendwie künstlich erzeugt wurden.

Die entstehenden Bilder sind nicht einmal dreidimensional. Darüber hinaus wissen wir alle, es handelt sich um Bilder, von Schauspielern erzeugt!

Wir wissen also alle, die Szene ist nicht echt. Sie hat einen geplanten Ablauf, der vielleicht immer und immer wieder wiederholt wurde, bis er perfekt im Kasten war.

 

 

Raucherentwöhnung und Kino - “echte” Gefühle?

Dennoch sitzen wir also im Kino, und viele von uns erleben echte Gefühle. Für viele sind diese Gefühle mit bestimmten Reaktionen verknüpft. So kommt es, dass viele Menschen im Kino sitzen und von ihren Gefühlen derart übermannt werden, dass sie anfangen zu weinen.

 

Nichtraucher Brandenburg Popcorn Kinobesuch

Und - ist das nicht oft genau der Grund dafür, ins Kino zu gehen? Weil man so schön emotional erwischt wird? Nichts dagegen zu sagen...

 

Was hat das nun mit dem Rauchen zu tun?

Irgendwann hast Du mal mit dem Rauchen begonnen. Zu der Zeit erzeugte das Rauchen vermutlich keinen Stress für Dich. Du wolltest einfach rauchen und hast das dann auch getan.

Vielleicht bist Du einfach der Werbung auf den Leim gegangen.

Oder aber, gerade in sehr jungen Jahren, hattest Du vielleicht den Wunsch, bei einer bestimmten Gruppe dazuzugehören?

Gerade in der Zeit der Pubertät sind Menschen dafür sehr anfällig. Zumindest früher sehr anfällig gewesen, als das Rauchen noch cool war. Man grenzt sich nach und nach immer mehr von der Ursprungsfamilie ab, was ja in der Pubertät ganz normal ist.

Gleichzeitig sucht man sich eine neue Gruppe, neue Zugehörigkeiten, sozusagen. Und früher waren eben genau die Raucher die coolen. Um dazu zu gehören, musste man einfach mitrauchen. Am Anfang war es sicherlich etwas anstrengend, die ganze Qualmerei, aber irgendwann hatte man es geschafft. Man war ein Raucher.

Vielleicht kam aber irgendwann in Deinem logischen Verstand ein Gedanke auf - eigentlich solltest Du mit dem Rauchen aufhören. Dennoch hast Du weiter geraucht.

Und, was war die Folge davon? Das hat dir natürlich Stress gemacht. Und dieser Stress, hat Dich nie wieder verlassen. Denn Du hast einfach immer weiter geraucht.

Vielleicht hast Du auch bereits verschiedene Versuche unternommen, das Rauchen aufzugeben? Und warst dabei - eher erfolglos? Was passiert dann mit dem Stress?

Wenn die Einsicht da ist, man sollte mit dem Rauchen aufhören und schafft es einfach nicht... Richtig, der Stress beim Rauchen nimmt exponentiell zu!

 

Raucherstress, bewusst oder unbewusst

Vielleicht ist Dir der Stress bewusst, oder vielleicht verdrängst Du ihn, wie viele andere auch. Aber jeder Raucher, der eigentlich aufhören möchte, erlebt genau diesen Stress.

Und eben an der Stelle ist eine neue Verknüpfung und am Ende ein neuer Teufelskreis geboren - Dein Unterbewusstsein reagiert auf Stress. Womit? Genau, mit Rauchbedürfnis.

Egal, ob dir der Stress bewusst ist oder nicht. Egal, wie dein Verstand diesen Stress bewertet.

Egal ob du dich insgeheim ärgerst. Je mehr Stress dein Unbewusstes wahrnimmt, umso mehr Rauchbedürfnis erzeugt es.

Dein Verstand kann einen Zusammenhang zwischen Rauchbedürfnis und äusserlichem Stress erkennen.

Den Zusammenhang jedoch, zwischen dem Stress der durch das Rauchen entsteht und dem dadurch vermehrt auftretenden Rauchbedürfnis, den kann Dein Verstand nicht erkennen.

Sprich - der neue Teufelskreis ist sozusagen verborgen für Deinen logischen Verstand.

 

Angst und Nikotinabhängigkeit - eine starke Verknüpfung

Das Unbewusste arbeitet also nicht mit der Logik des Verstandes. Es hat stattdessen die neue Verknüpfung “Stress erzeugt Rauchbedürfnis” gespeichert. Welche Ursache der Stress hat, ist dabei völlig irrelevant.

Wenn wir nun noch einmal zurückgehen ins Krankenhaus, was ist dort der vermutlich größte emotionale Stress, den ein Mensch im Leben empfinden kann? Sicherlich ist es die Bedrohung des eigenen Lebens, die Angst, bald sterben zu müssen!

Und - der größte Stress erzeugt dabei natürlich das größte Rauchbedürfnis!

Wenn man über diesen Zusammenhang einen Moment nachdenkt, so wird klar - das Rauchbedürfnis wird umso größer, je größer der Stress wird. Und dieses funktioniert selbst dann, wenn die Ursache für diesen Stress das Rauchen selbst ist.

 

Erkenntnisgewinn - und nun?

Vielleicht erscheint Dir das Geschriebene logisch. Vielleicht kommst Du zu dem Schluss, ich will mit dem Wahnsinn endlich und endgültig Schluss machen. Dann bleibt die Frage - wie kannst Du dieses am besten angehen?

Rauchen aufhören Brandenburg - alter Raucher als Symbolbild

Hast Du bereits mehrere Versuche hinter Dir, das Thema mit großer Willenskraft zu beenden? Dabei immer wieder festgestellt, irgendetwas irrationales zieht Dich immer wieder auf die finstere Seite zurück?

Dein Verstand sagt... Rauchen ist purer Wahnsinn, macht krank, schlechte Haut und ich stinke?

Da es an dieser Stelle immer und immer wieder um unbewusste Stressreaktionen geht, lässt sich dieses Verhalten wohl am besten auch genau dort verändern - im Unterbewusstsein.

Veränderungen im Unterbewusstsein - die Königsdisziplin der Hypnose!

Mehr zu dem Thema findest Du u.a. in diesem Artikel. 

Ich wünsche dir starke, langanhaltende Entscheidungen für dein weiteres Leben. Vergiss nicht - Du hast vermutlich nur dieses eine. Und es ist so oder so schneller vorbei als man denkt.

 

 

 

Rauchen aufhören Brandenburg - mit Hypnose-Barnim.de

Rauchen aufhören – Schluss mit dem Teufelskreis

8 Gedanken zu „Rauchen aufhören – Schluss mit dem Teufelskreis

  • 28. Juni 2017 um 12:09 PM
    Permalink

    Hallo Uli ,ich schon wieder
    Ich mag deinen Blog sehr und suche ihn regelmäßig auf, um neue Erkenntnisse zu erfahren,um für mich neues zu erlernen!
    Manchmal bin ich nur hier um mich selbst zu stärken ,mich zu motivieren!
    Dein Blog ist mit so viel Frische ,Charme und eine gewisse Portion Witz und Ernsthaftigkeit geschrieben, echt toll !
    Bitte mach weiter so ,ich freu mich auf neues von dir!
    Danke !

    Antworten
    • 28. Juni 2017 um 1:06 PM
      Permalink

      Hi Marina,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und das schöne feedback.
      Ich schreibe sehr gern und wenn es dem einen oder der anderen hilft, umso besser!

      Genieße den Sommer! Herzliche Grüße,

      Uli

      Antworten
  • 28. Juni 2017 um 7:19 PM
    Permalink

    Moin Uli,
    der Blog ist super geschrieben…eine Anregung sich mit dem eigenen Verhalten zu beschäftigen. So oder ähnlich ist er, der ewige Kreislauf zwischen Sucht und Vernunft.
    Grüße Monika

    Antworten
    • 28. Juni 2017 um 10:30 PM
      Permalink

      Hi Monika,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Ja, es ist wohl tatsächlich sehr schwer zu durchschauen – was ist mein eigenes Verhalten, und was ist dem Teufelskreis des Rauchens geschuldet?
      Du hast Dich daraus verabschiedet. Und es macht Sinn, auf der Hut zu bleiben. In diesem Sinne, einen schönen Abend weiterhin.
      Liebe Grüße,

      Uli

      Antworten
  • 4. Juli 2017 um 11:19 PM
    Permalink

    Hallo, ein interessantes Thema wie ich finde. Ich selber mal auch vor einiger Zeit zum Besuch in einem Krankenhaus. Unten, im Eingangsbereich, saßen einige Raucher im Rollstuhl oder mit Infusionsflaschen und ähnlichen bewaffnet. Beim Rauchen. Mich hat dieses Bild erschreckt. Wie man so hört, sind die Ärzte ja auch kein gutes Vorbild. Ich hab den Eindruck…..so langsam, nach und nahc, sterben die Raucher aus, sozusagen. Immer mehr hören auf, immer weniger , vor allem junge Leute , fangen an. Eine gute Entwicklung.DAnke für die Gedanken. Lg Luisa.

    Antworten
    • 5. Juli 2017 um 12:48 PM
      Permalink

      Hi Luisa, schön, mal wieder von Dir zu lesen.

      Ich finde, der ganze Wahnsinn des Rauchens drückt sich bei der Gelegenheit vielleicht am stärksten aus. Für viele Menschen ist eine heftige Erkrankung der eine Fingerzeig, der gebraucht wird, um endlich den Schalter umzulegen. Für andere vielleicht das Signal – jetzt ist eh alles zu spät.

      Was war, so im Nachhinein betrachtet, denn für dich die beste Strategie, dem inneren Nikotinschwein nicht wieder auf den Leim zu gehen?

      Ich freue mich auf deine Gedanken und wünsche dir weiterhin einen angenehmen Sommer! Liebe Grüße, Uli

      Antworten
  • 6. Juli 2017 um 12:02 AM
    Permalink

    Da gab es für mich mehrere Punkte, die mir geholfen haben. Zum einen habe ich mir aufgeschrieben, was ich mit dem Rauchstopp für ein neues Ziel verfolge. Bzw welche Ziele es sind. Für mich war Freiheit ein ganz wichtiger Aspekt, darüber hinaus der Gestank, den ich nicht mehr ertragen wollte. Was mich auch gestört hat, die meisten Raucher stellen ihr Verhalten irgendwann gar nicht mehr infrage. Das ist schon ein merkwürdiges Verhalten.
    Auf der anderen Seite habe ich eigentlich nichts gefunden, was ich wirklich aufgeben würde. Mit Freunden bin ich nach wie vor verbunden, ob mit oder ohne Zigarette. Der Kaffee schmeckt deutlich besser als früher, meine Geschmacksnerven sind, so glaube ich, wieder gestärkt. Wenn Leute bei der Arbeit hinaus gehen um zu rauchen, arbeite ich einfach weiter und erledige meine Arbeit also in schnellerer Zeit.
    Vielleicht kann mir ja jemand einen wirklichen Nachteil nennen. Mir fällt tatsächlich keiner mehr ein. Von daher habe ich vermutlich alles richtig gemacht.
    LG, Luisa.

    Antworten
  • 9. Juli 2017 um 3:35 PM
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    Mit Hypnose kann man wunderbar schlechte Eigenschaften loswerden. Man sollte sich aber sorgfältig den Hypnotiseur seines Vertrauens auswählen. Ich wünsche allen Rauchern die bestmöglichen Ergebnisse!

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Portraitbild Uli Mörchen