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Sicherlich kennst du das – als vielleicht langjähriger Raucher hast du zu Beginn, nach deiner Raucherentwöhnung, Probleme gehabt mit der Verdauung. Damit bist du nicht allein. So überraschend dieses Problem beim Nikotinentzug für viele scheint, gibt es doch gute Gründe für die Symptome. Mit dem Rauchen aufzuhören hat Folgen.


Entzugserscheinungen – Nikotin und Kaffee in stressigen Situationen

Kennst du das? Du hast so richtig Stress und eigentlich weder Zeit noch Lust, in aller Ruhe etwas zu essen. Der erfahrene Raucher greift dann gerne zur Zigarette, sehr gerne auch in Kombination mit Kaffee.

Denn ein Effekt des Rauchens ist den allermeisten Rauchen bewusst – rauchen hemmt den Appetit, auch wenn das auf Dauer sicherlich nicht sonderlich gesund ist. Ebenso haben viele Nikotinfreunde erlebt, dass die Zigarette die Verdauung deutlich ankurbeln kann.

Mit dem Rauchen aufzuhören ist zwar gesund, die Symptome vom Nikotinentzug am Anfang aber manchmal unangenehm.

Diese positiven Symptome, die den Stuhlgang erleichtern können, sind streng genommen eine Störung der Verdauung. Hört der Süchtige nun endlich auf mit seinem Laster, so normalisiert sich die Verdauung, Folgen, die der Exraucher natürlich zunächst einmal als Störung und Nikotinentzug wahrnimmt.

Denn für viele ist der Rauchstopp vor allem mit einem verbundenen – Verdauungsstörungen. Verstopfung. Und ähnliche Symptome. Manchmal auch Krankheiten, wie z.b. vermehrte Erkältungskrankheiten.

Der Weg zu mehr Gesundheit führt manchmal über kleinere Unannehmlichkeiten in der ersten Zeit. Die Folgen davon, nicht aufzuhören, sind aber langfristig nicht vergleichbar damit.

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Raucherentwöhnung – Entzugserscheinungen

Wenn du meine Beiträge kennst, so kennst du auch meine Meinung zum Thema “Entzugserscheinungen” und Gesundheit. Ich gehe davon aus, dass vieles, was man in der ersten Rauchfrei Zeit als Entzug erlebt, mit dem zu tun hat, was er im Vorfeld erwartet.

Raucherentwöhnung Entzugserscheinungen - Foto von verzweiferlte Frau
Wann wird es besser?

Wenn dir also von zehn Befragten acht Leute sehr ausführlich schildern, wie schwierig doch der Rauchstopp war, wie die eigene Stimmung in den Keller gegangen ist ohne Nikotin und im Nachgang der Partner, die Partnerin, einen gar nicht mehr leiden konnte, das Hautbild sich dramatisch verschlechtert hat, die Gewichtszunahme programmiert war, so wirst du vermutlich glauben, dass auch dir dieses Schicksal bevorsteht, verbunden mit dem Aufhören. Vielleicht hast du sogar Gedanken und Bilder von Krankheiten im Kopf, verbunden mit dem rauchfrei werden.

Interessanterweise schildern mir Hypnose Klienten diese Raucherentwöhnung Entzugserscheinungen eher nicht.

In jeder seriösen Raucherentwöhnung mit Hypnose solltest Du erwarten können, dass so ein Thema wie Gewichtszunahme im Vorfeld in der Hypnosesitzung mit bearbeitet wird. So zumindest meine Einstellung zu dem Thema. Geht es am Ende ja auch um die allgemeine Gesundheit, wenn du endlich rauchfrei bist.


Bekannte Entzugserscheinungen bei der Raucherentwöhnung


  • – man fühlt sich niedergeschlagen
  • – Schlafstörungen können auftreten
  • – die Reizbarkeit ist manchmal erhöht
  • – eine innere Unruhe macht sich als Symptom breit
  • – der Blutdruck geht herunter und normalisiert sich
  • – unter den genannten Wirkungen kann die Konzentration leiden
  • – der Appetit nimmt zu und damit das Gewicht

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So manch ein Ex-Raucher berichtet ausführlich über seine niedergeschlagene Stimmung. Ebenso kommt es in manchen Fällen zu Schlafstörungen, der Schlafrhythmus verändert sich. Dazu kommen kann in manchen Fällen eine erhöhte Reizbarkeit, weil das Nikotin fehlt. Rauchen – rauchen und nochmal rauchen … das ist für viele alles, was dann im Kopf ist!

Generell hört oder liest man auch immer wieder von einer starken inneren Unruhe, einer gewissen Nervosität. Man fühlt sich einfach nicht gesund.

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Welcher Rauchertyp bist du? Ist dir das bewusst? Hier kannst du mehr darüber hinausfinden

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Ein positiver Aspekt des Nikotinentzugs für viele – der Blutdruck sinkt. Viele können ihre Medikation in Sachen Blutdruck nach dem Aufhören reduzieren. Für Menschen mit niedrigem Blutdruck ist das Sinken des Blutdrucks ohne rauchen natürlich ein negativer Nebeneffekt.

Infolge dieser Effekte kann die Konzentrationsfähigkeit natürlich in der ersten Zeit etwas leiden. Da die Appetit zügelnde Wirkung des Rauchens wegfällt, normalisiert sich zunächst einmal der Appetit. Gibt man diesem Appetit zu oft nach, kommt es ohne rauchen zur Gewichtszunahme.

Da man allgemein davon ausgeht, dass der ehemalige Abhängige ca 200 bis 300 Kilokalorien pro Tag weniger verbrennt, hat dieses sicherlich auch einen Effekt auf das Gewicht. Viele sind auch gerade in der ersten Phase des Nichtrauchens anfälliger für Krankheiten, z.b. Erkältungen.

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Raucherentwöhnung - trauriger Clown
Eine tiefe Traurigkeit befällt manchen Ex- Raucher

Entzugserscheinungen nach dem Rauchstopp – eine Frage der Wahrnehmung?

Für mich stellt sich die Frage – wenn ich mir 10, 20, 30 oder 40 Jahre tagtäglich Nikotin zugeführt habe, höre damit auf, sollte ich mich dann tatsächlich darüber wundern, dass mein Körper reagiert? Ist es nicht eher ein Zeichen von Gesundheit und Lebendigkeit, wenn der Körper diese Veränderungen wahrnimmt?

Die Frage, die sich für mich eigentlich stellt – wie gehe ich mit diesen Symptomen, diesen Veränderungen um? Natürlich kann ich jetzt einfach schlecht gelaunt, aggressiv und nervös auf die Entzugserscheinungen reagieren. Aber wenn ich mir an der Stelle ein paar Gedanken über mein Ziel mache, stelle ich sehr schnell fest – dieses wird mir nicht recht helfen.

Aus verschiedenen Gründen habe ich als Ex Süchtiger das Rauchen aufgegeben. Nun bemerke ich diese merkwürdigen Veränderungen. Jetzt kann ich also wie oben beschrieben reagieren oder aber mir ein paar schlaue Gedanken machen, wie ich mich stattdessen verhalten kann.

Als ehemals starker Raucher weiß ich, wie viel Zeit man Tag für Tag mit den Zigaretten vergeudet. Wenn ich nun als neuer Nichtraucher von den vielleicht 120 Minuten pro Tag, denn das ist die Zeit, die man mit 20 Zigaretten ungefähr verbringt, nur sagen wir 20 Minuten mit Bewegung in freier Natur verbringen, so ist das Thema Gewicht vermutlich schon weitestgehend reguliert. Und – nicht nur hilfreich, gesund ist es ganz nebenbei auch sonst.

Selbstverständlich habe ich, wenn ich Tag für Tag in der Natur unterwegs bin, viel positivere Erlebnisse in meinem Leben, als wenn ich zu Hause im Sessel sitze und über mein Elend, meine Entzugserscheinungen und Krankheiten nachdenke, nicht wahr? Das Grübeln wird mir nicht helfen…

Um noch einmal konkret zur Verdauung zurückzukommen – wenn ich also über so viele Jahre und vielleicht Jahrzehnte meine Verdauung durch Zigaretten in Kombination z.b. mit Kaffee gestört habe, so gibt es eine Reaktion, wenn ich diesem Verhalten ein Ende setze.

Wie du diesem Problem mit der Verdauung ganz konkret begegnen kannst, habe ich bereits vor einiger Zeit in einem Beitrag zum Thema erläutert, du findest dort einige ganz konkrete Tipps, um deine Verdauung in der ersten Zeit wieder in Schwung zu bringen.

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Raucherentwöhnung - 3 Phasen Bild

Raucherentwöhnung – die Phasen der Veränderung

Neben den oben bereits angesprochenen Störungen der Verdauung, verbunden mit Blähungen und ähnlichen Symptomen, kommen für manch einen Kopfschmerzen hinzu, manchmal auch ein gewisses Schwindelgefühl, nach dem Nikotinentzug. Dieses könnte natürlich verursacht sein durch den Blutdruck, der besoffen ist. Und – ich bleibe dabei – im Einzelfall vielleicht auch damit zu tun haben, dass du genau diese Entzugserscheinungen im Vorfeld schon erwartet hast.

Raucherentwöhnung – Entzugserscheinungen

Hatte sich der Körper über einen langen Zeitraum an diverse Gifte gewöhnt, reagiert er nun darauf, wenn sie nicht mehr zugeführt werden. Soweit – so normal, unterm Strich.

Mach dir doch im Vorfeld bereits Gedanken darüber, warst du nach deinem Rauchstopp alles verändern willst, auch für deine Gesundheit. Zumindest einige Kleinigkeiten. Das erinnert dich dann im täglichen Leben immer wieder daran – ich habe eine neue, gute Entscheidung getroffen .

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Der Rauchstopp – Phase 2 der Entwöhnung

Genauso wie sich dein Körper daran gewöhnt hat, regelmäßig mit Nikotin malträtiert zu werden, gewöhnt er sich auch relativ schnell daran, dass dieses nicht mehr zugeführt wird. Bei vielen Ehemaligen dauern diese Entzugserscheinungen 3 Tage bis 2 Wochen, menschen sind unterschiedlich, haben einen unterschiedlichen Stoffwechsel und auch sonst körperliche Unterschiede. Und nehmen Symptome einfach unterschiedlich wahr.

Nach dieser Zeit stellt man fest – die Ruhe kehrt, nach und nach, zurück. Für einige Raucher dauert es bis zu diesem Zeitpunkt, bis sie sich so richtig freuen können, über diesen wundervollen, neuen Lebensabschnitt. Manch einer merkt erst in dieser Zeit, wie viel neue Freiheit er für sein Leben gewonnen hat.

Je mehr sich die positiven Aspekte durchsetzen, sei es nun, dass der Nichtraucher einen besseren Geruchssinn hat, oft weniger Gewürze braucht, um seine Geschmacksnerven zu stimulieren, deutlich weniger Husten muss als zuvor, die Treppen viel leichter steigen kann, und eben auch tatsächlich eine Menge mehr Zeit übrig hat, umso mehr hält sich selbstverständlich auch die Stimmung auf.

Und spätestens dann, wenn es zu dieser Stimmungsaufhellung nach der Entwöhnung kommt, wird sich auch die Verdauung beginnen, zu normalisieren.

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Die Entwöhnung – Phase 3 nach dem Rauchstopp

Der Körper hat sich an die Veränderungen gewöhnt. Die körperlichen Probleme nach dem Rauchstopp sind in aller Regel recht schnell überwunden, was bleibt, sind die psychischen Herausforderungen.

Gerade jemand, der vielleicht zum ersten Mal erfolgreich aufhört mit dem Rauchen, erlebt, dass dieses sogar relativ leicht ging, gegen alle Warnungen, könnte an der Stelle leichtsinnig werden. Das ist etwas, was vermutlich den allermeisten Rauchen mindestens einmal in ihrer Raucher Karriere passiert. Bei mir zumindest war es so.

Das Fatale dabei – hast du dich dazu verleiten lassen, doch noch mal einen Zug zu nehmen, um gedanklich zumindest den Nikotinentzug zu lindern, so wird daraus schnell eine ganze Zigarette, dann die Zigarette am Wochenende, aus der werden schnell drei, fünf oder zehn, und bevor du es dich versiehst, sitzt du wieder in der Nikotin Falle.

Der Anteil in dir, der dich zum Rauchen verleiten wollte, hat den Sieg davongetragen!

Alles gar nicht so schlimm, könnte man sagen, ich kann ja einfach wieder aufhören. Da das Drama allerdings – an dieser Stelle ist genau das unsagbar schwierig. Deine Psyche versucht, mit allen Mitteln dich bei der Zigarette zu halten. Das geht in vielen Fällen soweit, dass dir die Psyche sogar körperliche Symptome als Entzugserscheinungen wahrnehmen lässt. Aber das ist ein völlig anderes Thema und hat mit den Problemen der Verdauung kann sich natürlich nichts zu tun.

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Fazit – fokussiere dich auf die positiven Aspekte

Mach dir von deinem Rauchstopp ganz klar, was deine wichtigsten Ziele sind, wenn du aufhörst. Achte auf jede noch so kleine positive Veränderung, die nach dem Aufhören auftritt. Am besten du mutierst sie dir. Ansonsten geht sie im Alltag sehr schnell unter.

Wenn Du konkrete Probleme mit der Verdauung hast, beachte die Tipps im oben verlinkten Beitrag. Sollten sich die Probleme nicht nach überschaubarer Zeit relativieren, suche deinen Arzt auf.

Mach dir klar – wenn solche Probleme auftauchen, ist die Ursache weniger der Rauchstopp, sondern die Tatsache, dass du dich über so lange Zeit regelmässig vergiftet hast.

Hattest du Probleme, beim Aufhören? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

Raucherentwöhnung – Entzugserscheinungen

2 Gedanken zu „Raucherentwöhnung – Entzugserscheinungen

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